Katharina und Tim Raue servieren 360 Grad Berlin
Keine Stadt schmeckt nach so viel Unterschied. Keine Stadt vereint so viele Geschichten und Gerichte. Keine Stadt ist gleichzeitig so laut und doch so leise, so pulsierend und doch so romantisch. Keine Stadt eint so intensiv, wie sie auch trennen kann. Keine Stadt ist so wie Berlin. Davon sind Katharina und Tim Raue überzeugt. Also haben sie 360 Grad Berlin geschrieben. Ein Kochbuch, das weit mehr ist als eine Rezeptsammlung mit schönen Fotos. Viel, viel mehr!

Keine Stadt schmeckt nach so viel Unterschied. Keine Stadt vereint so viele Geschichten und Gerichte. Keine Stadt ist gleichzeitig so laut und doch so leise, so pulsierend und doch so romantisch. Keine Stadt eint so intensiv, wie sie auch trennen kann. Keine Stadt ist so wie Berlin. Davon sind Katharina und Tim Raue überzeugt. Also haben sie 360 Grad Berlin geschrieben. Ein Kochbuch, das weit mehr ist als eine Rezeptsammlung mit schönen Fotos. Viel, viel mehr!

Wenn man so will, dokumentiert das Buch „360 Grad Berlin“ die Neuerfindung der Fernsehturm-Gastronomie: Wo früher Touristen mit Gnocchi und australischem Wein abgespeist wurden, setzen die Raues heute kompromisslos auf regionale Identität.


Doch wer erst einmal in dieses auf den ersten Blick schon ikonische Kochbuch hineinkippt, versteht schnell: Es ist weit mehr als ein Rezeptband. Es ist ein brandaktuelles gesellschaftspolitisches Statement. In Zeiten, in denen Deutschland politisch extrem nach rechts und links ausschlägt, begreifen die Raues die Gastronomie als den wichtigsten Kitt unserer Gesellschaft. Die 360-Grad-Perspektive, also der Rundblick, den das Sphere im Berliner Fernsehturm seinen Gästen schenkt, ist im Buch nicht nur geografisch, sondern hochgradig gesellschaftlich zu verstehen. So porträtiert die Einteilung in sechs 60-Grad-Segmente eine pulsierende Metropole, die sich nicht festnageln lässt, weil sie mehr Bubbles in sich vereint als der beste Champagner jemals hatte. Oder wie Katharina Raue es treffend zusammenfasst: „In Berlin kannst du alles sein, was du möchtest, vor allem du selber.“

