Nach dem Aus: Berliner Traditionshaus Rogacki will Originalrezepte retten
Kartoffelsalat, Königsberger Klopse, Backfisch oder Matjes: Über Jahrzehnte waren die Gerichte von Rogacki für viele Berliner eng mit dem Traditionshaus verbunden. 2025 endete diese Geschichte vorerst. Nach dem Tod des langjährigen Inhabers Dietmar Rogacki und der anschließenden Insolvenz schloss das Geschäft in der Wilmersdorfer Straße. Die Marke und ihre Originalrezepte blieben erhalten – nun folgt der erste Schritt des Comebacks.
Kartoffelsalat, Königsberger Klopse, Backfisch oder Matjes: Über Jahrzehnte waren die Gerichte von Rogacki für viele Berliner eng mit dem Traditionshaus verbunden. 2025 endete diese Geschichte vorerst. Nach dem Tod des langjährigen Inhabers Dietmar Rogacki und der anschließenden Insolvenz schloss das Geschäft in der Wilmersdorfer Straße. Die Marke und ihre Originalrezepte blieben erhalten – nun folgt der erste Schritt des Comebacks.
Der Berliner Unternehmer Daniel-Jan Girl übernahm im Zuge des Insolvenzverfahrens die Markenrechte und sicherte auch die über Jahrzehnte gepflegten Rezepturen. Mit der Rogacki Deutschland Holding GmbH arbeitet er seitdem an einer neuen Zukunft für die 1928 gegründete Feinkostmarke. Eines der ersten Projekte ist nun ein Kochbuch, das die gesicherten Rezepturen erstmals gesammelt veröffentlicht.
Mehr als 50 Rogacki-Klassiker
Geplant ist ein rund 180 Seiten starkes Hardcover mit mehr als 50 Originalrezepten. Darunter finden sich Klassiker wie Rogacki-Kartoffelsalat, Königsberger Klopse, Dillhappen, Rote-Bete-Suppe oder Hummer mit Cocktailsauce. Historische Fotografien und Geschichten aus fast einem Jahrhundert Rogacki sollen das Buch ergänzen.
Finanziert wird das Projekt über eine Crowdfunding-Kampagne. Für die Produktion müssen mindestens 25.000 Euro zusammenkommen. Bereits eine Woche nach dem Start waren rund 75 Prozent des Ziels erreicht. Die Kampagne läuft bis 10. September, die erste Auflage soll 2.000 Exemplare umfassen.
Das Projekt ist Teil größerer Pläne für die Traditionsmarke. Das frühere Stammhaus in der Wilmersdorfer Straße wird nicht wieder öffnen. Ein neues Stammhaus ist für 2028 geplant, Charlottenburg-Wilmersdorf wird als Standort angestrebt, konkrete Räumlichkeiten gibt es noch nicht.
Bis dahin soll Rogacki mit einzelnen Projekten wieder sichtbarer werden. Das Kochbuch mit den gesicherten Originalrezepten macht nun den Anfang.

