Opening: Im Rram kommt Familiengeschichte auf den Tisch

Großmutters Notizen, historische Kochbücher und Gerichte zum Teilen: Im Rram in Berlin-Mitte servieren Don Santanaviboon und Chef Long ihre Interpretation thailändischer Familienküche.
November 5, 2026 | Fotos: Tony Bui/Rram

Chefkoch Don Santanaviboon hat ein Gespür für Restaurants, die sofort Gesprächsstoff liefern. Mit Tossakan, Maiyarap und dem Curryhaus Hanuman hat der Berliner Gastronom bewiesen, dass ihm die Ideen nicht ausgehen – und gezeigt, wie sich thailändische Küche eigenständig inszenieren lässt. Sein jüngster Streich: das im Sommer eröffnete Restaurant Rram an der Torstraße in Berlin-Mitte, wo er mit Chef Long die Küche leitet.

Offene Küche des neuen Restaurants Rram in Berlin
In der offenen Küche entstehen Gerichte aus Chef Dons Kindheit neu

Chefkoch Don Santanaviboon hat ein Gespür für Restaurants, die sofort Gesprächsstoff liefern. Mit Tossakan, Maiyarap und dem Curryhaus Hanuman hat der Berliner Gastronom bewiesen, dass ihm die Ideen nicht ausgehen – und gezeigt, wie sich thailändische Küche eigenständig inszenieren lässt. Sein jüngster Streich: das im Sommer eröffnete Restaurant Rram an der Torstraße in Berlin-Mitte, wo er mit Chef Long die Küche leitet.

Offene Küche des neuen Restaurants Rram in Berlin
In der offenen Küche entstehen Gerichte aus Chef Dons Kindheit neu
Küchenchef-Duo im Restaurant Rram
Das Küchenchef-Duo serviert nach dem „Samrub“-Prinzip

Das Konzept schöpft aus Kindheitserinnerungen und der Kochtradition früherer Generationen. Als Vorlage dienen historische Kochbücher und die handschriftlichen Notizen aus Großmutter Yaas Zeiten. Aus ihnen entstand eine Karte mit rund 15 Kreationen, die sich nach der thailändischen „Samrub“-Tradition, bei der mehrere Gerichte gleichzeitig serviert werden, zu einer gemeinsamen Mahlzeit fügen. Die Gäste kombinieren selbst: Gegrillter Wolfsbarsch mit Pomelo, Zitronengras und Erdnüssen, Muscheln mit Chilipaste und Thai-Basilikum oder Gaeng Kua, vollmundige Kohlrouladen mit Kartoffeln, Waldpilzen und Rambutan zeigen die geschmackliche Bandbreite.

Gericht wird mit einer Pinzette auf den Teller angerichtet.

Auch die Gestaltung des Innenraums bleibt dem Leitgedanken „Essen wie bei Oma“ treu: eine ­offene Küche, schlichte Einrichtung und eine große Terrasse zur Torstraße. Die Speisekarte kommt als gefalteter Brief daher und greift damit die Familiengeschichte auf. So entsteht eine klare Identität, die vom Teller bis zur Kommunikation reicht. Das Sharing-Prinzip macht die Vielfalt thailändischer Küche erlebbar und liefert zugleich einen guten Grund, beim nächsten Besuch weitere Gerichte zu entdecken.

Gericht aus dem Restaurant Rram, Berlin

www.rram.berlin

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