Berliner Traditionshaus Rogacki feiert Comeback mit neuem Pop-up

Nach Insolvenz und Schließung kehrt Rogacki zurück ins Berliner Gastroleben. In der Markthalle Neun in Berlin Kreuzberg startet die Traditionsmarke jetzt mit einem sechsmonatigen Pop-up.
Oktober 5, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: Rogacki/PR

Ein gutes Jahr nach dem Aus des Stammhauses nimmt das Comeback von Rogacki konkrete Formen an. Seit Anfang Oktober ist die Berliner Feinkostinstitution mit einem eigenen Pop-up in der Markthalle Neun in Kreuzberg vertreten. Dort treffen bekannte Klassiker auf neue Gerichte. Gleichzeitig arbeitet das Team bereits am nächsten Schritt: Spätestens zum 100-jährigen Jubiläum 2028 soll Rogacki wieder ein festes Stammhaus bekommen.

Rogacki-Dillhappen

Ein gutes Jahr nach dem Aus des Stammhauses nimmt das Comeback von Rogacki konkrete Formen an. Seit Anfang Oktober ist die Berliner Feinkostinstitution mit einem eigenen Pop-up in der Markthalle Neun in Kreuzberg vertreten. Dort treffen bekannte Klassiker auf neue Gerichte. Gleichzeitig arbeitet das Team bereits am nächsten Schritt: Spätestens zum 100-jährigen Jubiläum 2028 soll Rogacki wieder ein festes Stammhaus bekommen.

Rogacki-Dillhappen

Backfisch, Austern und neue Ideen

Für zunächst sechs Monate bespielt Rogacki einen Stand in der Markthalle Neun. Auf der Karte stehen Gerichte, die viele Gäste noch aus dem früheren Stammhaus kennen – darunter Backfisch mit Kartoffelsalat, Austern, Fischbrötchen und Fischsuppe.

Daneben will das neue Rogacki auch eigene Akzente setzen. Neu im Angebot sind etwa „Halbe Eier“ in unterschiedlichen Varianten, darunter mit geräucherter Forelle, Roter Bete und Meerrettich oder mit Buletten-Creme. Auch die „Berliner Schnitte“ und ein eigener Rogacki-Hauswein gehören zum neuen Auftritt.

Ein möglichst originalgetreuer Nachbau des früheren Hauses ist dabei nicht das Ziel. Vielmehr soll die fast 100 Jahre alte Marke Schritt für Schritt weiterentwickelt werden – ohne ihre bekannten Klassiker und ihre Geschichte aus den Augen zu verlieren.

Backfisch_Rogacki

Vom Kochbuch zurück zum Gastro-Ort

Der Pop-up ist der nächste Schritt eines Neustarts, der bereits vor einigen Monaten begonnen hat. Nach der Insolvenz des früheren Unternehmens sicherte sich Unternehmer Daniel-Jan Girl die Markenrechte und traditionelle Rezepte. Gemeinsam mit Jan Spielhagen arbeitet er seitdem daran, Rogacki neu aufzustellen.

Einen ersten sichtbaren Schritt bildete das offizielle Rogacki-Kochbuch. Darin wurden zahlreiche Originalrezepte der Berliner Institution festgehalten – von Backfisch und Kartoffelsalat bis zu Matjes Hausfrauenart und Rührei mit Räucheraal.

Mit dem Pop-up bekommt Rogacki nun erstmals wieder einen echten gastronomischen Ort. Es wird gekocht, verkauft und gegessen – und damit aus der angekündigten Rückkehr wieder ein Stück Berliner Gastro-Alltag.

Der Weg soll zurück nach Charlottenburg führen

Die Markthalle Neun soll allerdings nicht die Endstation sein. Rogacki plant weiterhin die Rückkehr nach Charlottenburg, wo das Unternehmen über Jahrzehnte zu Hause war. Noch vor dem großen Neustart könnte dort zunächst ein kleinerer Standort entstehen.

Das langfristige Ziel ist ein neues Stammhaus zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2028. Die Geschichte des Unternehmens begann 1928 mit einer Aalräucherei im Wedding, wenige Jahre später zog Rogacki nach Charlottenburg. 2025 endete diese Ära mit der Schließung des Geschäfts in der Wilmersdorfer Straße und der anschließenden Insolvenz.

Das Pop-up in Kreuzberg ist damit vor allem eines: der nächste sichtbare Schritt auf dem Weg zurück.

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