Neues Kapitel für den Florianihof: Das Drittl zieht ein

Rund 70 Jahre Kaffeehausgeschichte, mehrere Betreiberwechsel und zuletzt eine Insolvenz: Jetzt übernimmt das Team hinter Das Drittl den Standort in der Wiener Josefstadt.
August 19, 2026

Der Florianihof hat bewegte Jahre hinter sich. Gleich mehrere Versuche, das traditionsreiche Wiener Kaffeehaus neu zu beleben, scheiterten. Nun folgt der nächste Neustart – mit einem deutlich anderen Konzept: Das Drittl verlässt seinen bisherigen Standort in der Wasagasse und zieht in die Florianigasse 45. Der Name Florianihof verschwindet dabei.

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Das Team vom “Drittl” zieht im Florianihof ein – hier noch in der alten Location, geteilt mit der Bäckerei Ährlich

Der Florianihof hat bewegte Jahre hinter sich. Gleich mehrere Versuche, das traditionsreiche Wiener Kaffeehaus neu zu beleben, scheiterten. Nun folgt der nächste Neustart – mit einem deutlich anderen Konzept: Das Drittl verlässt seinen bisherigen Standort in der Wasagasse und zieht in die Florianigasse 45. Der Name Florianihof verschwindet dabei.

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Das Team vom “Drittl” zieht im Florianihof ein – hier noch in der alten Location, geteilt mit der Bäckerei Ährlich

Rund 70 Jahre lang gehörte der Florianihof zum Kaffeehausbild der Josefstadt. Ende 2022 schloss der damalige Betreiber Stefan Smolka das Lokal, nachdem sein Mietvertrag ausgelaufen war. Ende 2023 wagten Julian Lechner und Simon Schubert vom Reznicek einen Neustart. Zunächst blieb das klassische Kaffeehauskonzept erhalten, später wurde auf Abendbetrieb mit Wein, Burgern und Sandwiches umgestellt. Im Herbst 2024 war erneut Schluss.

2025 folgte der nächste Versuch. Jendrik Lowens übernahm das Lokal gemeinsam mit Karma-Ramen-Koch Boris Strelnikov und setzte auf Frühstück und Brunch. Im März 2026 wurde über die Betreiberfirma ein Sanierungsverfahren eröffnet. Einen Monat später stand fest: Der Florianihof musste erneut schließen. Rund 30 Gläubiger waren von der Insolvenz betroffen.

Das Drittl setzt auf einen klaren Schnitt

Jetzt übernehmen Luca Presser, Christoph Presser, Moritz Knoll, Kourosh Vaziri und Felix Mandl. Für Das Drittl ist der Umzug ein deutlicher Wachstumsschritt: Statt bislang rund 35 stehen künftig 113 Sitzplätze zur Verfügung. Der Gastraum wurde über Monate umgebaut, die Küche zum Restaurant hin geöffnet, Bar und Sitzbänke erneuert. Der historische Florianihof-Schriftzug am Gebäude soll erhalten bleiben.

Kulinarisch entwickelt das Team die bisherige Linie weiter. Auf der Karte stehen neu interpretierte Gerichte wie Tafelspitz-Sando, Hecht vom Yakitori-Grill oder Rindsbackerl mit Saté-Sauce. Bekannte Drittl-Gerichte wie Beef Tatar und Kroketten ziehen ebenfalls mit. Auch beim Wein soll künftig eine Mischung aus Naturwein und klassischen Positionen angeboten werden.

Der Start ist für 7. September 2026 geplant. Zunächst öffnet Das Drittl am Abend sowie zum Wochenend-Brunch. Einige Wochen später soll das Angebot um Frühstück und Mittag erweitert werden. Nach den turbulenten vergangenen Jahren beginnt damit in der Florianigasse 45 ein weiteres Kapitel – diesmal ohne den Namen Florianihof.

dasdrittl.at

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