Adlon-Verkauf: Millionen-Klausel sorgt für Widerstand
Erst Anfang August wurden die Verkaufspläne für das Hotel Adlon bekannt. Mindestens 280 Millionen Euro soll die Immobilie am Brandenburger Tor einbringen. Nun regt sich Widerstand unter den Gesellschaftern des Eigentümerfonds: Kritische Anleger kündigen an, gegen den Verkauf zu stimmen.
Erst Anfang August wurden die Verkaufspläne für das Hotel Adlon bekannt. Mindestens 280 Millionen Euro soll die Immobilie am Brandenburger Tor einbringen. Nun regt sich Widerstand unter den Gesellschaftern des Eigentümerfonds: Kritische Anleger kündigen an, gegen den Verkauf zu stimmen.
Kritik an Erfolgsbeteiligung
Im Mittelpunkt steht eine vereinbarte Erfolgsbeteiligung für Jagdfeld. Liegt der Verkaufspreis über 310 Millionen Euro, soll die Immobiliengesellschaft 20 Prozent des darüber hinausgehenden Erlöses erhalten. Einige Gesellschafter halten einen Preis zwischen 350 und 400 Millionen Euro für möglich und sehen die daraus resultierende Vergütung skeptisch – damit könnte die Erfolgsbeteiligung einen zweistelligen Millionenbetrag erreichen.
Jagdfeld weist die Kritik zurück. Die Beteiligung sei marktüblich und schaffe einen zusätzlichen Anreiz, einen möglichst hohen Verkaufspreis zu erzielen. Das Unternehmen spricht zudem von einer positiven Stimmung unter den Gesellschaftern und geht weiterhin davon aus, die notwendige Zustimmung zu erreichen.
Entscheidung bis Ende August
Für den Verkauf müssen mindestens 75 Prozent der abgegebenen Stimmen zustimmen. Die Frist für das laufende Abstimmungsverfahren endet am 27. August. Erst danach steht fest, ob das Bieterverfahren für das Berliner Luxushotel eingeleitet werden kann. Kommt die notwendige Mehrheit nicht zustande, kann der Verkaufsprozess nicht wie vorgesehen fortgesetzt werden.
Die kritischen Gesellschafter können den Verkauf nach eigener Einschätzung allerdings nicht allein stoppen. Dafür müssten sich weitere größere Anleger gegen das Vorhaben stellen.
