Vom Private Chef zum Superstar: So gelingt’s!
Wer schon einmal die Reality-Soap „Keeping Up with the Kardashians“ gesehen hat, weiß: Die Protagonistinnen der TV-Show sind nicht unbedingt die einfachsten Charaktere. Mediensuperstar Kim Kardashian und ihre Familie, allesamt geschätzt mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar schwer, können schon mal mit, nun ja, außergewöhnlichen Wünschen auffallen. Sich in dieser Extravaganz zu behaupten, ist wohl kein leichtes Unterfangen – und doch eines, das Khristianne Uy seit über zehn Jahren bravourös meistert. Chef K, wie sich die 44-Jährige nennt, ist Privatköchin im Hause Kardashian. Und nicht nur dort. Charlize Theron, James Cameron, die Jonas Brothers oder Charlie Sheen, der ihre Burger als die besten der Welt bezeichnete, wurden von Khristianne Uy bereits bekocht. Fazit: Für die gebürtige Philippina wurde das Leben rund um Glanz und Glamour zur Normalität.

Wer schon einmal die Reality-Soap „Keeping Up with the Kardashians“ gesehen hat, weiß: Die Protagonistinnen der TV-Show sind nicht unbedingt die einfachsten Charaktere. Mediensuperstar Kim Kardashian und ihre Familie, allesamt geschätzt mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar schwer, können schon mal mit, nun ja, außergewöhnlichen Wünschen auffallen. Sich in dieser Extravaganz zu behaupten, ist wohl kein leichtes Unterfangen – und doch eines, das Khristianne Uy seit über zehn Jahren bravourös meistert. Chef K, wie sich die 44-Jährige nennt, ist Privatköchin im Hause Kardashian. Und nicht nur dort. Charlize Theron, James Cameron, die Jonas Brothers oder Charlie Sheen, der ihre Burger als die besten der Welt bezeichnete, wurden von Khristianne Uy bereits bekocht. Fazit: Für die gebürtige Philippina wurde das Leben rund um Glanz und Glamour zur Normalität.

Vom Chef zum Star
Es ist ein Leben, das sich von jenem in einem Restaurant deutlich unterscheidet. Private Chefs kochen nicht einfach außergewöhnliche Speisen für Menschen mit Geld. Sie servieren diesen keine Standardmenüs à la carte, vielmehr sind Individualität und Flexibilität gefragt – sowie absolute Diskretion. Diese betrifft sowohl das Privatleben der Prominenten und Wohlhabenden, als auch den Verdienst. Kolportiert wird, dass sich der Tagessatz für einen Private Chef in Hollywood und Umgebung im Schnitt auf 400 bis 500 Dollar beläuft, Private Chefs mit entsprechender Erfahrung können in Festanstellung aber sogar bis zu 300.000 Dollar jährlich verdienen. Mehr noch: Die prominenten Arbeitgeber färben auch auf ihre Angestellten ab. Insbesondere via Social Media stellen sich nicht wenige dieser Spezialköche selbst ins Rampenlicht. So hat Robert Li, aka Broccoli Raab, auf Instagram und TikTok jeweils mehr als eine Million Follower. Diesen präsentiert der Privatkoch seine Speisen, erzählt von seinem Leben in den Luxushaushalten und wurde aufgrund seiner Postings und Reels bereits selbst zum Star. Auch Chef K konnte die Popularität ihrer Kundinnen in zusätzlichen Gewinn ummünzen: Sie betreibt mittlerweile ein Catering-Unternehmen sowie einen äußerst erfolgreichen Instagram-Kanal mit ebenfalls mehr als einer Million Fans. Und das, obwohl sie in der Vergangenheit ganz bewusst die Öffentlichkeit mied und in „Keeping Up with the Kardashians“ selbst nie zu sehen ist. Sie bleibt stets in der Küche, verborgen vor den Kameras – und wurde dennoch, abseits der TV-Show, zum Star.
So geht Luxusleben
Was den nunmehrigen Erfolg von Chef K mit ihrem eigentlichen Job verbindet, ist das Verständnis dafür, wie Menschen ticken sowie das Erkennen ihrer Bedürfnisse. Denn die sind gerade bei den Schönen und Reichen oft recht speziell. Davon kann auch Stephany Victoria ein Lied singen. Als Private Chef für zahlreiche Spitzensportler, insbesondere in der US-amerikanischen Basketball-Liga NBA, kennt sie die Vorlieben ihrer Kunden nur zu gut. Und das quasi von Tag eins an. Seit 2019 als Privatköchin tätig, passierte bereits beim ersten Job für einen Basketball-Profi in Miami ein Fauxpas, als sie ein Crying-Tiger-Steak, ein klassisches thailändisches Gericht, zu lange kochte. Der Kunde wies sie darauf hin, nahm es ansonsten jedoch gelassen und Stephany Victoria machte den Fehler nie wieder. Mittlerweile ist sie in der Welt des Glamours und des Luxus mehr als etabliert. 18 bis 22 Tage arbeitet Stephany Victoria im Monat, wobei ihre Arbeit auch die Einkäufe inkludiert. Ausgaben von 300 bis 500 Dollar beziehungsweise monatliche Lebensmittelkosten jenseits der 10.000 Dollar seien dabei ganz normal, erzählt die Privatköchin. „Ich weiß, das klingt nach viel, aber ich bekoche ja nicht nur eine Person. Es sind der Kunde, seine Frau und manchmal auch Gäste.“ Klar ist: In dieser Welt verschieben sich die Relationen. Fehlt es Stephany Victoria an einem Küchengerät, wird dieses umgehend besorgt. Ohne Zögern oder Nachfrage. „Das ist das Schöne an dieser Arbeit mit diesen Kunden“, sagt sie. Früher habe sie nicht nach zu vielen Dingen fragen können; die Kosten standen stets im Vordergrund. Hier jedoch spiele Geld keine Rolle.
Auch Meredith Hayden wurde als Privatköchin in den Hamptons, DEM Zweitwohnsitz für Superreiche an der US-Ostküste, zum Star (und mittlerweile zur Bestsellerautorin), nachdem sie auf TikTok regelmäßig Videos von ihrem Job für eine wohlhabende Familie teilte. Diesen Erfolg führt die 30-Jährige darauf zurück, dass die Arbeit von Private Chefs Menschen auf zwei unterschiedlichen Ebenen anspreche: „Ich bekomme Kommentare wie: ‚Ich weiß nicht, ob ich dich einstellen oder ob ich du sein will‘“, so Meredith Hayden. Was dabei deutlich wird: Für die Fans ist die Arbeit in einer Privatküche ein Traumjob.
„Private Chefs können in Hollywood bis zu 300.000 Dollar pro Jahr verdienen!“
Luxusleben
Ob dem tatsächlich so ist und was es braucht, um in diesem „Traumjob“ zu reüssieren, weiß Elmar Huber. Der Gründer und CEO der OPMG (Optimum People Management Group) ist der Mann, den man anruft, wenn man für sein Penthouse in New York oder die Villa in St. Moritz das passende Personal sucht. Huber war selbst jahrelang als Privatkoch an den Herden der Mächtigen dieser Welt unterwegs. „Man muss ein Abenteurer-Gen besitzen“, betont er – und seine Jobbeschreibung für einen Privatkoch klingt eher nach einem Profil für Spezialeinheiten: „Man ist Jungkoch, Chef de Partie, Executive Chef, Spüler, Psychiater und Nanny in Personalunion. Körperlich muss man ein Jugendlicher sein, in Sachen Erfahrung ein Greis.“ Es ist ein Job der Extreme. Auf der einen Seite locken die schönsten Orte der Welt und Gehälter, die mindestens 50 Prozent über dem Durchschnitt der gehobenen Gastronomie liegen – oft sogar deutlich höher. Doch Huber nennt es beim Namen: „Es ist in gewisser Weise Schmerzensgeld.“ Was rät man also denjenigen, die den Sprung wagen wollen? „Man muss sich die Kräfte einteilen“, sagt Huber. Die Arbeit im Privathaushalt ist kein Sprint wie das Abendservice in einer Brasserie. Es ist ein Ultramarathon. Während das Restaurant irgendwann die Schotten dichtmacht, bleibt die Privatküche theoretisch rund um die Uhr geöffnet. Hunger um drei Uhr morgens? Der Chef muss liefern. Dabei gilt das ungeschriebene Gesetz: „Ein Nein gibt es im Privathaushalt nicht.“
Das weiß auch Chef K nur zu gut. 20-Stunden-Arbeitstage sind für sie keine Seltenheit; und selbst bei denen bleibt es nicht immer. So kommt es schon mal vor, dass sich die Kardashians nach einer langen Nacht noch ein Käsesandwich mit Tomatensauce wünschen. „Da heißt es dann: ‚Ja, wir wissen, dass du schon 21 Stunden hier bist, aber könntest du uns noch einen Gute-Nacht-Snack machen?‘“. Und klar, dass Chef K diesen Wünschen nachkommt. Immerhin sind Prominente auch nur Menschen … denen ein serviertes Sandwich besser schmeckt als ein selbstgemachtes.
