Vom Labor bis zum Wirtshaus: Alexander Herrmann stellt sein Posthotel neu auf
Alexander Herrmann will sein Posthotel in mehreren Etappen baulich und gastronomisch neu aufstellen. Sein Ziel: Wirsberg bis 2032 als kulinarisches Reiseziel von internationalem Rang etablieren. Den Anfang machen zwei Veränderungen im Restaurantbereich: Im Februar 2027 startet „AURA unchained 172“. Das Bistro „oma & enkel“ wird bereits am 30. November 2026 zum fränkischen Wirtshaus.
Alexander Herrmann will sein Posthotel in mehreren Etappen baulich und gastronomisch neu aufstellen. Sein Ziel: Wirsberg bis 2032 als kulinarisches Reiseziel von internationalem Rang etablieren. Den Anfang machen zwei Veränderungen im Restaurantbereich: Im Februar 2027 startet „AURA unchained 172“. Das Bistro „oma & enkel“ wird bereits am 30. November 2026 zum fränkischen Wirtshaus.
Die Grundlage liefert die Küche, die Herrmann und Tobias Bätz unter dem Motto „#grenzenloseHEIMAT“ entwickelt haben. Fast alle Produkte für das Zwei-Sterne-Restaurant AURA stammen aus der Region. Im Future Lab ANIMA werden Erzeugnisse von knapp 100 fränkischen Produzenten verarbeitet, fermentiert und veredelt.
Bätz behält die kulinarische Leitung beider Restaurants und führt ein 42-köpfiges Team. Herrmann widmet sich stärker der strategischen Entwicklung und der Vermarktung Oberfrankens als Genussregion. Dafür will er Partnerschaften mit touristischen Institutionen, Investoren und weiteren Unterstützern ausbauen.
Ein Abend in Bewegung
Wie sich Fine Dining jenseits gewohnter Abläufe gestalten lässt, haben die Köche in den vergangenen zwei Jahren beim Pop-up „ANIMA unchained“ erprobt. Vom 7. bis 18. Oktober läuft es ein letztes Mal in seiner bisherigen Form. Die Erfahrungen daraus prägen das neue AURA-Format.
Dafür zieht das Future Lab für knapp elf Monate ins Posthotel. Gäste beginnen mit einem Aperitif und ersten Kostproben bei einem Rundgang durch die umgebauten Laborräume. Anschließend folgt das Menü im Restaurant, bevor Dessert, Petits Fours und Cocktails in der neuen ANIMA Bar den Abschluss bilden. Die Verarbeitung regionaler Zutaten rückt damit unmittelbar ins Blickfeld der Besucher.
Das Programm läuft vom 5. Februar bis zum 18. Dezember 2027 an genau 172 Abenden und gliedert sich in vier saisonale Phasen. Welche Entwicklung danach folgt, wollen die Alexander Herrmann und Tobias Bätz in den kommenden Monaten bekannt geben.
Kalbskopf trifft Schnitzel
Im „oma & enkel“ setzen Bätz und seine Köche auf fränkische Gerichte, die viele Gäste aus ihrer Kindheit kennen. Dabei wollen sie alte Rezepte mit ihrem heutigen Wissen weiterentwickeln.
„Wir wollen die Vergangenheit nicht einfach kopieren. Wir möchten sie bewahren und mit unserem heutigen Wissen weiterführen“, sagt Bätz.
Die Karte bietet dafür zwei Zugänge: Auf der Wirtshaus-Seite finden sich Kalbskopf, Bries und Beuscherl – Spezialitäten, die viel Handwerk verlangen und inzwischen selten angeboten werden. Auf der Gasthaus-Seite stehen Schnitzel, Geschmortes und Wurst mit Kraut.
Das Future Lab ANIMA unterstützt mit seinen Kontakten zu Metzgern und Erzeugern. Eigene Wurstwaren sollen das Angebot ergänzen. Auch „knallhart Oma“ bleibt bestehen: Das Format stellt jeweils ein Gericht einer Oma vor.
So bekommt die fränkische Küche neben dem AURA eine zweite, bewusst bodenständige Adresse im Posthotel. Beide Konzepte bilden den Auftakt für die weiteren Veränderungen im seit 1869 familiengeführten Haus.
