Villa Florhof streicht Gericht nach GaultMillau-Kritik
Beim ersten GaultMillau-Test der neuen Brasserie geraten ausgerechnet die Gyoza mit Poulet ins Visier. Im Zentrum der Kritik stehen die verwendeten Produkte und mehrere zugekaufte Komponenten. Das Urteil fällt so deutlich aus, dass GaultMillau die Streichung von der Karte nahelegt. Wenig später reagiert die Villa Florhof.
Beim ersten GaultMillau-Test der neuen Brasserie geraten ausgerechnet die Gyoza mit Poulet ins Visier. Im Zentrum der Kritik stehen die verwendeten Produkte und mehrere zugekaufte Komponenten. Das Urteil fällt so deutlich aus, dass GaultMillau die Streichung von der Karte nahelegt. Wenig später reagiert die Villa Florhof.
Poulet aus Thailand und zugekaufte Komponenten
Konkret bemängelt GaultMillau, dass die Gyoza eingekauft und mit Pouletfleisch aus Thailand gefüllt sind. Auch die dazu servierte Ponzu stammt nicht aus der eigenen Küche und wird lediglich mit Yuzu ergänzt. Für den Tester passt dieser Convenience-Anteil nicht zum Anspruch des neu eröffneten Luxushotels.
Gegenüber Blick verweist die Villa Florhof darauf, dass die Herkunft des Geflügels auf der Speisekarte transparent ausgewiesen gewesen sei. Auch der Preis von 16 Franken habe dies berücksichtigt. Inzwischen sind die Gyoza dennoch von der Karte verschwunden. Die Karte würde sich in der Eröffnungsphase in laufender Entwicklung befinden, erklärt das Hotel.
Die Kritik trifft die Villa Florhof nach einem turbulenten Start. Bereits vor der Eröffnung hatten zwei Köche aus dem gastronomischen Team gekündigt, wenige Tage später endete auch die Zusammenarbeit mit Christian Jürgens, der ursprünglich die gastronomische Ausrichtung prägen sollte. Die Brasserie wird inzwischen von John Schiffmann und Christian Hoffmann geführt. Für das geplante Fine-Dining-Restaurant wurde bislang keine neue Küchenleitung vorgestellt.
Abseits des kritisierten Gerichts findet GaultMillau durchaus positive Worte für die Küche. Besonders die Cannelloni mit geschmortem Schweizer Black Angus, Eierschwämmli und Gruyère überzeugen beim Test. Hervorgehoben wird außerdem der von Mitinhaber Silvio Denz zusammengestellte Weinkeller mit rund 3.000 Positionen.
