Nach Shitstorm: TV-Köchin gibt 200.000 Euro Spenden zurück
Ein heftiges Unwetter hat die Wanderrast am Amselsee im Kurort Rathen schwer getroffen. Umstürzende Bäume zerstörten große Teile des Imbisses, der in dieser Saison nicht mehr öffnen kann. Auch der angeschlossene Bootsverleih und rund 30 Ruderboote wurden beschädigt. Betreiberin Verena Leister, bekannt aus der Kochshow „The Taste“, startete daraufhin einen Spendenaufruf für den Wiederaufbau.

Ein heftiges Unwetter hat die Wanderrast am Amselsee im Kurort Rathen schwer getroffen. Umstürzende Bäume zerstörten große Teile des Imbisses, der in dieser Saison nicht mehr öffnen kann. Auch der angeschlossene Bootsverleih und rund 30 Ruderboote wurden beschädigt. Betreiberin Verena Leister, bekannt aus der Kochshow „The Taste“, startete daraufhin einen Spendenaufruf für den Wiederaufbau.

Die Resonanz war enorm: Innerhalb eines Tages kamen über die Plattform GoFundMe rund 200.000 Euro aus etwa 6.000 Einzelspenden zusammen. Nachdem das Ziel erreicht war, schloss Leister die Aktion und verwies auf einen separaten Spendenaufruf der Gemeinde für weitere Schäden im Kurort.
Aus Solidarität wird ein Shitstorm
Auf die große Hilfsbereitschaft folgten nach Darstellung der Köchin zahlreiche Anfeindungen. In einem Instagram-Post berichtete Leister von Unterstellungen, Spekulationen und Gerüchten sowie einer „extremen Welle von Shitstorm“. Nachrichten, Anrufe und Äußerungen in Chatgruppen hätten die Betreiber zusätzlich belastet. Welche konkreten Vorwürfe erhoben wurden und von wem sie ausgingen, führte sie nicht näher aus.
Als Konsequenz will die Wanderrast die gesammelten Beträge nicht annehmen. Jeder Spender soll sein Geld zurückerhalten, weitere Zuwendungen werden nicht mehr entgegengenommen. Leister erklärte, man wolle zunächst abwarten, welche Unterstützung von öffentlicher Seite oder aus anderen Quellen möglich sei. Den verbleibenden Wiederaufbau werde das Team nach eigenen Möglichkeiten finanzieren.
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Wiedereröffnung rückt in weite Ferne
Die Entscheidung dürfte den Neustart deutlich verzögern. Die Hütte wurde durch die umgestürzten Bäume so schwer beschädigt, dass nach Angaben der Betreiberin ein Abriss und vollständiger Neubau notwendig werden könnte. Auch der Amselsee und der Bootsverleih wurden stark verwüstet. Eine zunächst erhoffte Wiedereröffnung zu Ostern 2027 hält Leister inzwischen für unrealistisch.