Wie Airbnb gerade Booking.com Konkurrenz macht

Airbnb setzt immer stärker auf klassische Hotels. Tausende Boutique- und Individualhotels sind bereits auf der Plattform – und die Hotelbuchungen wachsen deutlich schneller als das bisherige Kerngeschäft.
September 18, 2026 | Text: Redaktion

Jahrelang stand Airbnb vor allem für Ferienwohnungen und private Unterkünfte. Inzwischen drängt die Plattform immer stärker ins klassische Hotelgeschäft. Tausende Boutique- und Individualhotels in mehr als 20 beliebten Reisezielen sind bereits buchbar. Und die Strategie scheint aufzugehen: Hotelübernachtungen wachsen auf Airbnb derzeit rund dreimal so schnell wie Buchungen der klassischen Unterkünfte.

Airbnb-Shutterstock

Jahrelang stand Airbnb vor allem für Ferienwohnungen und private Unterkünfte. Inzwischen drängt die Plattform immer stärker ins klassische Hotelgeschäft. Tausende Boutique- und Individualhotels in mehr als 20 beliebten Reisezielen sind bereits buchbar. Und die Strategie scheint aufzugehen: Hotelübernachtungen wachsen auf Airbnb derzeit rund dreimal so schnell wie Buchungen der klassischen Unterkünfte.

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Im Mai hatte Airbnb den Ausbau erstmals groß angekündigt. Seither kamen Hotels unter anderem in New York, Paris, London, Madrid, Rom und Singapur auf die Plattform. Weitere Städte sollen folgen. Große Hotelketten lässt Airbnb bei diesem Angebot bewusst außen vor und konzentriert sich auf Boutique- und unabhängige Häuser.

Hotelbuchungen legen kräftig zu

Noch spielen Hotels im gesamten Airbnb-Geschäft eine vergleichsweise kleine Rolle: Sie machen weiterhin nur einen einstelligen Anteil der gebuchten Nächte aus. Das Wachstum fällt allerdings deutlich stärker aus als bei Ferienwohnungen und privaten Unterkünften. Im zweiten Quartal wuchsen die gebuchten Hotelnächte laut Airbnb rund dreimal so schnell wie das bisherige Kerngeschäft.

Davon soll am Ende auch das klassische Airbnb-Angebot profitieren. Rund 35 Prozent der Gäste, die erstmals ein Hotel über Airbnb buchen, reservieren innerhalb des folgenden Jahres auch eine klassische Airbnb-Unterkunft. Hotels werden damit für die Plattform auch zum Einstieg für neue Kunden.

Airbnb versucht gleichzeitig, die Hotelbuchung auf der eigenen Plattform attraktiver zu machen. Für ausgewählte Häuser gilt eine Bestpreisgarantie: Finden Gäste dasselbe Hotel anderswo günstiger, erhalten sie die Differenz als Airbnb-Guthaben. 

Strengere Regeln für Ferienwohnungen

Der Ausbau des Hotelangebots fällt in eine Zeit, in der immer mehr Städte die kurzfristige Vermietung von Wohnungen stärker regulieren. Auch in Europa gelten vielerorts bereits Beschränkungen oder werden verschärft. In Wien ist die kurzfristige Vermietung außerhalb von Wohnzonen beispielsweise grundsätzlich auf 90 Tage pro Jahr begrenzt, wenn keine Ausnahmebewilligung vorliegt. Weitere Regeln für Kurzzeitvermietungen sind in Diskussion.

Für Airbnb macht ein größeres Hotelangebot die Plattform damit breiter aufgestellt. Gleichzeitig entsteht für unabhängige Hotels ein zusätzlicher Vertriebskanal mit enormer Reichweite.

Dass Airbnb diesen Bereich weiter ausbauen will, steht bereits fest. Im Laufe des Jahres sollen weitere Städte und Hotels dazukommen. Aus der Plattform für Ferienwohnungen wird damit Schritt für Schritt ein deutlich breiterer Anbieter für Unterkünfte und Reisen.

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