Diese Gastro-Pop-ups sorgen im Spätsommer 2026 für Aufmerksamkeit
Pop-ups sind längst mehr als kurzfristige Gastspiele. Internationale Spitzenköche nutzen temporäre Formate, um neue Küchen zusammenzubringen, ungewöhnliche Orte zu bespielen oder etablierte Fine-Dining-Regeln für kurze Zeit aufzubrechen. Vier aktuelle Projekte zeigen, wie unterschiedlich das im Spätsommer 2026 aussehen kann.
Pop-ups sind längst mehr als kurzfristige Gastspiele. Internationale Spitzenköche nutzen temporäre Formate, um neue Küchen zusammenzubringen, ungewöhnliche Orte zu bespielen oder etablierte Fine-Dining-Regeln für kurze Zeit aufzubrechen. Vier aktuelle Projekte zeigen, wie unterschiedlich das im Spätsommer 2026 aussehen kann.
Drei Küchen treffen in Las Vegas aufeinander
Am 25. August bringt das Casa Playa im Wynn Las Vegas vier ausgezeichnete Köche zusammen. Gastgeberin Sarah Thompson kocht gemeinsam mit Tim Flores und Genie Kwon vom Chicagoer Kasama sowie Serigne Mbaye vom Dakar NOLA in New Orleans. Das Menü verbindet kulinarische Einflüsse aus Mexiko, den Philippinen und Senegal.
Auf dem Programm stehen mehrere Gänge, in denen die Handschriften der drei Restaurants ineinandergreifen. 50 Best nennt unter anderem Short Ribs Kare Kare aus der Kasama-Küche, eine Uni Infladita mit Knochenmark aus dem Casa Playa sowie eine Interpretation des senegalesischen Dibi mit gegrillten Garnelen und Pilzen.

Claude Bosi zieht aufs Londoner Rooftop
Deutlich länger dauert das Gastspiel von Claude Bosi. Noch bis 2. September verwandelt sich die Terrasse seines mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Brooklands im The Peninsula London in das sommerliche „Soleil by Claude“. Statt klassischem Fine Dining stehen mediterran inspirierte Gerichte zum Teilen, Crudo und Cocktails im Mittelpunkt.
Serviert werden etwa Wolfsbarsch-Carpaccio mit Gurke und Fenchel, Lobster Rolls mit Chips oder Kalbskotelett Piccata Style. Dazu kommen ein fahrender Eiswagen und Drinks wie ein Coconut Negroni. Das temporäre Konzept bespielt die Terrasse im achten Stock des Hotels und setzt bewusst auf eine lockerere Ausrichtung als das reguläre Brooklands.

KOL zieht in die Tate Modern
Auch Santiago Lastra verlässt mit seinem Londoner Restaurant KOL vorübergehend die gewohnte Umgebung. Bis 31. August ist seine mexikanisch-britische Küche in der Tate Modern zu Gast. Das eigens für die Ausstellung „Frida: The Making of an Icon“ entwickelte Menü wird täglich mittags sowie freitags und samstags auch abends serviert.
Kulinarisch übersetzt Lastra das Leben und Werk Frida Kahlos auf den Teller. Serviert werden unter anderem eine Heritage-Tomato-Ceviche-Tostada, ein Short-Rib-Tamal mit Mole Poblano sowie Buñuelos mit Watermelon. Die Verbindung aus Ausstellung und Küche macht die Kooperation zu einem der ungewöhnlicheren Formate des Spätsommers.

Zwei Green-Star-Küchen für zwei Abende
In Hongkong steht am 25. und 26. August eine deutlich kulinarischere Kollaboration im Mittelpunkt. Roganic-Head-Chef Adam Catterall empfängt Hawan Jung vom mit Michelin-Stern und Green Star ausgezeichneten GIGAS aus Seoul. Beide Küchen beschäftigen sich intensiv mit saisonalen Produkten, Fermentation und nachhaltiger Landwirtschaft.
Für das gemeinsame Tasting-Menü verbinden die Köche ihre unterschiedlichen Ansätze. Angekündigt sind unter anderem Guangdong-Ente mit Mais, Chili und Süßkartoffel-Romesco sowie zum Abschluss ein Petit Four aus Pink Guava und gefrorener Ringelblumencreme.Nach zwei Abenden endet die Zusammenarbeit bereits wieder – ganz im Sinne eines Formats, das gerade von seiner kurzen Laufzeit lebt.
