Café Engländer: Verliert das Wiener Kultlokal sein gesamtes Team?
Neue Betreiber, angekündigte Kontinuität – und nun droht ein Bruch mit der Belegschaft: Im Wiener Café Engländer wollen einem Bericht zufolge rund 20 Mitarbeiter ihr Arbeitsverhältnis geschlossen beenden. Hintergrund sei eine Auseinandersetzung mit dem neuen Miteigentümer Mario Plachutta. Dieser bestreitet über seinen Anwalt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.
Neue Betreiber, angekündigte Kontinuität – und nun droht ein Bruch mit der Belegschaft: Im Wiener Café Engländer wollen einem Bericht zufolge rund 20 Mitarbeiter ihr Arbeitsverhältnis geschlossen beenden. Hintergrund sei eine Auseinandersetzung mit dem neuen Miteigentümer Mario Plachutta. Dieser bestreitet über seinen Anwalt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.
Ausgangspunkt der Berichterstattung ist die Schilderung eines anonymen Mitarbeiters. Demnach soll Plachutta am Montag, dem 5. Oktober, während des Mittagsgeschäfts vor Gästen gegenüber Beschäftigten laut geworden sein und mit Kündigungen gedroht haben. Die Belegschaft wolle unter diesen Umständen nicht weiterarbeiten. Ob bereits Kündigungen ausgesprochen wurden und wann ein gemeinsamer Abgang erfolgen könnte, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.
Plachutta widerspricht der Darstellung
Der Gastronom ließ die Angaben über seinen Anwalt als „unrichtig“ zurückweisen. Eine Diskussion vor Gästen habe es nicht gegeben. Das Gespräch im Hinterhof habe sich auf den Zustand des Lagers bezogen. Damit stehen unterschiedliche Darstellungen des Vorfalls im Raum.
Die Auseinandersetzung trifft das Innenstadtlokal kurz nach einem Eigentümerwechsel. Erst im September erhielten Plachutta und die Familie Friese, die hinter dem Schwarzen Kameel steht, den Zuschlag im Bieterverfahren. Bei der Übernahme kündigten die neuen Betreiber an, das bestehende Konzept fortzuführen. Peter Friese stellte lediglich kleinere Anpassungen und Verschönerungen in Aussicht.
Neustart nach turbulenten Monaten
Zuvor hatte das Café bereits den Tod seines langjährigen Betreibers Christian Wukonigg und die Insolvenz der Betreibergesellschaft verkraften müssen. Wukonigg starb im Juli, Anfang August folgte der Antrag auf ein Sanierungsverfahren. Die Übernahme durch zwei bekannte Wiener Gastronomiefamilien eröffnete anschließend eine Perspektive für die Fortführung.
Ein gemeinsamer Abgang würde die neuen Betreiber vor die Aufgabe stellen, Küche und Service personell neu aufzustellen. Ob die Mitarbeiter ihre angekündigte Absicht umsetzen und welche Folgen das für den Betrieb hätte, bleibt offen.
