Berliner Luxushotel Adlon soll verkauft werden
Das Hotel Adlon am Brandenburger Tor könnte schon bald internationalen Interessenten angeboten werden. Die Anleger des Fundus-Fonds 31 entscheiden derzeit, ob die Gesellschaft aufgelöst und ein Verkaufsprozess für die Immobilie gestartet werden soll.
Das Hotel Adlon am Brandenburger Tor könnte schon bald internationalen Interessenten angeboten werden. Die Anleger des Fundus-Fonds 31 entscheiden derzeit, ob die Gesellschaft aufgelöst und ein Verkaufsprozess für die Immobilie gestartet werden soll.
Mehr als 4.000 überwiegend private Investoren sind an dem Fonds beteiligt. Für die Auflösung ist eine Mehrheit von 75 Prozent der abgegebenen Stimmen notwendig. Fällt die Entscheidung entsprechend aus, soll das Adlon in einem strukturierten internationalen Bieterverfahren angeboten werden.
Als Mindestpreis sind 280 Millionen Euro vorgesehen. Die Abstimmung begann laut Medienberichten Ende Juli und läuft über einen Zeitraum von vier Wochen. Ein Käufer steht bislang nicht fest.
Hinter dem geplanten Schritt steht auch die lange Laufzeit des Fonds. Viele Anleger halten ihre Beteiligungen seit rund drei Jahrzehnten. Seit Ende 2024 können Fondsanteile gekündigt werden, wodurch nach Einschätzung des Fondsmanagements zunehmende Liquiditätsrisiken entstehen könnten.
Kempinski bleibt vorerst Betreiber
Von einem möglichen Verkauf betroffen sind das Gebäude und das Grundstück. Das Haus wird weiterhin von der Hotel Adlon GmbH, einer Tochtergesellschaft von Kempinski, betrieben. Der bestehende Pachtvertrag läuft bis Ende 2032.
Das heutige Adlon wurde 1997 am historischen Standort direkt neben dem Brandenburger Tor eröffnet. Mit 307 Zimmern und 78 Suiten zählt es zu den bekanntesten Luxushotels Deutschlands. Ob die Immobilie tatsächlich auf den Markt kommt, entscheidet sich nach Abschluss der Anlegerabstimmung.
