Nach Klage: Wiesn-Wirt berichtet von Anfeindungen
Der juristische Streit um die Vergabe der Oktoberfestzelte hat für Alexander Egger nach eigenen Angaben persönliche Folgen. Der Münchner Gastronom berichtet von Anfeindungen, die sich auch gegen seine Familie, Mitarbeiter und Lieferanten richten sollen.

Der juristische Streit um die Vergabe der Oktoberfestzelte hat für Alexander Egger nach eigenen Angaben persönliche Folgen. Der Münchner Gastronom berichtet von Anfeindungen, die sich auch gegen seine Familie, Mitarbeiter und Lieferanten richten sollen.

Wie berichtet, hatte Egger den Vertrag für die „Münchner Stubn“ trotz eines erneuten Zuschlags nicht fristgerecht unterzeichnet. Zu den Gründen für seinen Rückzug vom Oktoberfest 2026 äußerte er sich zunächst nicht.
Nun erklärte der Gastronom in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“, dass die Anfeindungen ein Ausmaß erreicht hätten, bei dem die Sicherheit der betroffenen Menschen für ihn im Vordergrund stehe. Konkrete Vorfälle wurden in den bisher veröffentlichten Berichten nicht genannt.
Den freigewordenen Platz übernimmt in diesem Jahr Klaus Bartl. Er wird auf dem Oktoberfest mit „Bartl’s Flößerstadl“ vertreten sein.
Verfahren um Wiesn-Zelte geht weiter
Unabhängig von seinem Rückzug setzt Egger das juristische Verfahren gegen die Vergabepraxis der Stadt München fort. Er will klären lassen, ob die Standplätze für das Schottenhamel- und das Paulaner-Festzelt nach europäischem Vergaberecht ausgeschrieben werden müssen.
Die Vergabekammer Südbayern hatte seinen Antrag zunächst zurückgewiesen. Das Bayerische Oberste Landesgericht gab anschließend grünes Licht für den Aufbau der Zelte im Jahr 2026. Die grundsätzliche Frage zur Vergabepraxis blieb dabei offen.
Die mündliche Verhandlung ist für den 11. September angesetzt. Acht Tage später, am 19. September, beginnt das Oktoberfest 2026.