Nach schwachen Zahlen: McDonald’s tauscht US-Chef aus
Mit günstigen Menüs und Rabattaktionen wollte McDonald’s wieder mehr Gäste in seine US-Restaurants locken. Der erhoffte Effekt blieb aus: Die Besucherzahlen gingen zurück, zugleich verlor das Wachstum im Heimatmarkt deutlich an Tempo. Nun ordnet der Fast-Food-Konzern sein US-Geschäft personell neu.
Mit günstigen Menüs und Rabattaktionen wollte McDonald’s wieder mehr Gäste in seine US-Restaurants locken. Der erhoffte Effekt blieb aus: Die Besucherzahlen gingen zurück, zugleich verlor das Wachstum im Heimatmarkt deutlich an Tempo. Nun ordnet der Fast-Food-Konzern sein US-Geschäft personell neu.
Skye Anderson übernimmt mit sofortiger Wirkung die Führung von McDonald’s USA. Sie folgt auf Joe Erlinger, der seit 2019 an der Spitze des Geschäfts stand und den Übergang bis Anfang 2027 beratend begleiten soll. Anderson ist seit 26 Jahren für den Konzern tätig und war zuletzt Chief Operating Officer des US-Geschäfts. Künftig verantwortet sie rund 14.000 Restaurants.
Weniger Gäste trotz günstiger Angebote
Im zweiten Quartal stiegen die vergleichbaren Umsätze in den USA um 0,8 Prozent – nach einem Plus von 2,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Wachstum kam vor allem durch höhere Ausgaben pro Bestellung zustande, während die Zahl der Restaurantbesuche sank.
Konzernchef Chris Kempczinski führte das Ergebnis auf Schwächen bei der Umsetzung der Preisstrategie zurück. Günstige Angebote seien nicht deutlich genug beworben worden, zugleich habe McDonald’s digitale Rabatte reduziert. Besonders treue und preisbewusste Kunden seien dadurch seltener erreicht worden. Auch neu eingeführte Menüs im unteren Preissegment brachten weniger zusätzliche Besuche als erwartet.
McDonald’s will nun wieder stärker auf digitale Angebote und gezielte Vergünstigungen für Mitglieder des Treueprogramms setzen. Zudem sollen die Werbeausgaben auf bereits etablierte Preisaktionen konzentriert werden. Anderson soll diese Maßnahmen im US-Geschäft bündeln und die Besucherzahlen wieder ankurbeln.
