Gewerkschaft NGG spricht von 500 Kündigungen bei Revo-Hotels
Der Betreiberwechsel bei 24 Hotels aus dem insolventen Revo-Portfolio sorgt für Kritik. Während die Häuser bereits unter der Marke Sunday Hotels buchbar sind, sieht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten für Hunderte bisherige Mitarbeiter keine gesicherte Perspektive.
Der Betreiberwechsel bei 24 Hotels aus dem insolventen Revo-Portfolio sorgt für Kritik. Während die Häuser bereits unter der Marke Sunday Hotels buchbar sind, sieht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten für Hunderte bisherige Mitarbeiter keine gesicherte Perspektive.
Nach Darstellung der NGG haben rund 500 Beschäftigte Kündigungen von Revo erhalten. Die Gewerkschaft, die unter anderem Arbeitnehmer im Hotel- und Gastgewerbe vertritt, fordert Revo und Prism, die Muttergesellschaft von Sunday Hotels, auf, die Entlassungen zu stoppen und die Belegschaften über die weiteren Pläne zu informieren. Bestehende Betriebsräte müssten umfassend einbezogen werden. Eine öffentliche Stellungnahme der Unternehmen zu den konkreten Angaben der NGG war zum Zeitpunkt der Recherche nicht auffindbar.
Sunday führt 24 frühere Revo-Häuser weiter
Sunday Hotels hatte am 22. Juli bekannt gegeben, 24 frühere Revo-Häuser in Deutschland in sein Portfolio aufgenommen zu haben. Die Standorte werden über Managementverträge geführt und sind bereits über die Buchungskanäle der Marke verfügbar. Damit wächst das Deutschland-Portfolio nach Unternehmensangaben auf 35 Hotels.
Zu den 24 Häusern zählen Standorte in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Leipzig, Nürnberg und Augsburg. Sie wurden zuvor unter verschiedenen Marken betrieben. Sunday Hotels kündigte für die Standorte einheitliche Betriebsabläufe an.
Sanierer stellten Erhalt vieler Hoteljobs in Aussicht
Anfang Juni hatten die Sanierungsverantwortlichen erklärt, dass der weit überwiegende Teil der rund 5.450 Arbeitsplätze in den Hotels erhalten werden könne. Die Arbeitsverhältnisse der 450 Mitarbeiter in der Konzernzentrale könnten dagegen nicht fortgeführt werden.
Die von der NGG geschilderten Kündigungen sollen Beschäftigte in den 24 Hotels betreffen – und damit eine andere Mitarbeitergruppe als jene in der Konzernzentrale. Die Gewerkschaft weist auf eine gesetzliche Frist von drei Wochen hin und rät Betroffenen, rechtzeitig prüfen zu lassen, ob sie gegen ihre Kündigung vorgehen.
