L’Osteria trauert um Mitgründer Klaus Rader
Klaus Rader, Mitgründer von L’Osteria, ist am 9. Oktober 2026 während der Motorsportveranstaltung „550 Challenge Mallorca“ tödlich verunglückt. Das Unternehmen bestätigte seinen Tod und würdigt den 63-Jährigen als Unternehmer, Freund und langjährigen Wegbegleiter.

Klaus Rader, Mitgründer von L’Osteria, ist am 9. Oktober 2026 während der Motorsportveranstaltung „550 Challenge Mallorca“ tödlich verunglückt. Das Unternehmen bestätigte seinen Tod und würdigt den 63-Jährigen als Unternehmer, Freund und langjährigen Wegbegleiter.

Nach Angaben der spanischen Polizei kam sein Wagen auf einer Bergetappe zwischen Lluc und Pollença von der Fahrbahn ab und stürzte einen Abhang hinunter. Rader war als Testfahrer unterwegs und sollte die Strecke vor dem Teilnehmerfeld abfahren. Seine Beifahrerin wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Unfallursache wird untersucht.
Vom Stammrestaurant zur internationalen Marke
Raders beruflicher Weg begann lange vor L’Osteria. 1988 wurde er mit 25 Jahren Deutschlands jüngster McDonald’s-Franchisenehmer und führte später sechs eigene Restaurants. 1999 übernahm er gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner Friedemann Findeis einen kleinen Italiener in der Nürnberger Pirckheimerstraße. Beide kannten das Lokal bereits als Stammgäste.
Während Findeis das operative Geschäft verantwortete, kümmerte sich Rader zunächst um Finanzen und Konzeptentwicklung. Ihre unterschiedlichen Stärken ergänzten sich und legten das Fundament für die spätere Expansion. Auch am Aufbau von Vapiano waren beide beteiligt. 2011 verkauften sie ihre dortigen Anteile, um sich auf L’Osteria zu konzentrieren.
Nach dem Einstieg von McWin als Mehrheitseigentümer im Jahr 2023 blieb Rader als Gesellschafter und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender mit der Restaurantgruppe verbunden.
Wegbegleiter erinnern an seinen Einsatz
L’Osteria beschreibt Rader im Nachruf als Menschen, der andere mit seiner Energie, Klarheit und Leidenschaft inspirierte. Für viele Kollegen sei er zugleich Freund und Vertrauter gewesen. Der persönliche Umgang mit den Menschen im Unternehmen habe sein Wirken ebenso geprägt wie seine unternehmerischen Entscheidungen.
Auch der Bundesverband der Systemgastronomie würdigt sein Engagement über die eigene Marke hinaus. Rader unterstützte die politische Arbeit des Verbands mit seiner Erfahrung, unter anderem den Einsatz für eine niedrigere Mehrwertsteuer auf Speisen. In Erinnerung bleibe zudem seine offene und warmherzige Art.
Der Unternehmer hinterlässt seine Frau und seine Kinder. L’Osteria richtet sein Mitgefühl an die Familie und alle, die ihm nahestanden, und bittet darum, ihre Privatsphäre in dieser schweren Zeit zu respektieren.