Zwei Standorte geschlossen: LAP Coffee überprüft seine Expansion
LAP Coffee verkleinert sein Filialnetz in Köln: Die Standorte in der Limburger Straße im Belgischen Viertel und auf der Dürener Straße in Lindenthal sind geschlossen. Von den vier eröffneten Cafés bleiben damit die Adressen an der Ehrenstraße und am Chlodwigplatz. Mitgründer Ralph Hage begründet die Entscheidung mit den wirtschaftlichen Anforderungen des Konzepts.

LAP Coffee verkleinert sein Filialnetz in Köln: Die Standorte in der Limburger Straße im Belgischen Viertel und auf der Dürener Straße in Lindenthal sind geschlossen. Von den vier eröffneten Cafés bleiben damit die Adressen an der Ehrenstraße und am Chlodwigplatz. Mitgründer Ralph Hage begründet die Entscheidung mit den wirtschaftlichen Anforderungen des Konzepts.

Kleine Flächen, klare Kalkulation
Die Marke hat mit ihrem Preisversprechen viel Aufmerksamkeit gewonnen: Ein Cappuccino soll dauerhaft 2,50 Euro kosten. Beim ersten Kölner Standort bildeten sich zur Eröffnung im Mai 2026 lange Schlangen. Für einen langfristig erfolgreichen Betrieb reicht die Nachfrage zum Auftakt allein allerdings nicht aus. Hage verweist auf das Zusammenspiel aus kleinen Verkaufsflächen, effizienten Abläufen und Adressen, die ihre Kosten decken.
Dazu passt die technische Ausrichtung des Konzepts: LAP Coffee nutzt automatisierte Kaffeezubereitung und setzt nach eigenen Angaben unter anderem auf Geräte von Eversys und Übermilk. Sie sollen eine gleichbleibende Qualität bei schneller Ausgabe ermöglichen. Auch hochfrequentierte Verkehrsknotenpunkte gehören zu den getesteten Vertriebswegen, etwa mit einem temporären Café am Münchner Hauptbahnhof.
Erfahrungen verändern die Standortwahl
Mit jedem neuen Laden lerne das Unternehmen genauer, wo sein Angebot in den Alltag der Gäste passe, erklärt Hage. Diese Erkenntnisse beeinflussen die Auswahl weiterer Flächen und das Wachstumstempo. Erfüllt ein Café die Erwartungen nicht, zieht die Geschäftsführung Konsequenzen – bis hin zur Schließung. Dabei gelten für bestehende Betriebe dieselben wirtschaftlichen Anforderungen wie für neue.
Hage räumt ein, dass solche Entscheidungen für Mitarbeiter und Stammgäste enttäuschend seien. Die Korrekturen sollen nach seiner Darstellung dazu beitragen, LAP Coffee dauerhaft wirtschaftlich aufzubauen und am günstigen Preisniveau festzuhalten. Konkrete Umsatz- oder Ergebniszahlen zu den beiden aufgegebenen Kölner Adressen werden nicht genannt.
Der nächste Schritt in der Stadt bleibt währenddessen angekündigt: Auf der offiziellen Website führt LAP Coffee ein weiteres Café in der Hahnenstraße nahe dem Rudolfplatz als „Coming Soon“. Ein Eröffnungstermin steht dort noch nicht. Köln bleibt damit Teil der Standortplanung, auch wenn die Marke ihr bestehendes Netz vor Ort verkleinert hat.