Diese Fehler kosteten Gastronomen Millionen
Erfolgreiche Gastronomen reden gerne über das, was funktioniert. Spannender wird es bei den Entscheidungen, die richtig wehgetan haben. Tim Mälzer, Sepp Schellhorn, Fritz Eichbauer & Co. haben Rolling Pin offen erzählt, wo sie falsch abgebogen sind. Lerne von den Besten – und mach den Fehler nicht selbst.
Tim Mälzer: 500.000 Euro für ein Restaurant, das nie eröffnete
New York sollte Mälzers nächster großer Schritt werden. Location gefunden, Konzept entwickelt, Umbau gestartet. Dann explodierten Kosten und Bürokratie. Nach eineinhalb Jahren zog er die Reißleine – 500.000 Euro waren bereits investiert. Seine wichtigste Erkenntnis: Ein Projekt darf bei aller Leidenschaft niemals die eigene Existenz gefährden.
Tim Mälzer: Mein größter Fehler
Sepp Schellhorn: Zu viel, zu schnell

Auf der Erfolgswelle wollte Sepp Schellhorn plötzlich überall gleichzeitig sein. Innerhalb weniger Jahre eröffnete er mehrere Betriebe, drei Projekte scheiterten nach kurzer Zeit. Unter dem Strich stand ein hoher sechsstelliger Verlust. Sein Problem war weniger eine einzelne schlechte Idee als der Glaube, unbegrenzt expandieren zu können.
Sepp Schellhorn: Mein größter Fehler
Fritz Eichbauer: Das Tantris war seiner Zeit voraus

Mehr als 100 Plätze, rund 40 Mitarbeiter – und an manchen Tagen nur 40 Gäste. Fritz Eichbauer plante das Tantris Anfang der 1970er größer, als es der Markt damals hergab. Mehrere Jahre musste er jährlich 300.000 bis 400.000 Euro zuschießen. Durchhalten konnte er nur, weil sein Bauunternehmen den langen Atem finanzierte.
Fritz Eichbauer: Mein größter Fehler
Christian Mook: Am Gast vorbeigekocht
Innereien, edler Fisch und ein kompromissloses Brasserie-Konzept: Christian Mook liebte die Idee hinter dem Mon amie Maxi. Viele Frankfurter weniger. Nach dem anfänglichen Hype brachen die Gästezahlen ein, gleichzeitig waren die Wareneinsätze zu hoch. Erst als Mook sein Konzept stärker an den tatsächlichen Wünschen der Gäste ausrichtete, drehten sich die Zahlen.
Christian Mook: Mein größter Fehler
Haya Molcho: Das Bauchgefühl ignoriert
Eigentlich war sich die Familie einig: Der Standort im Wiener Design Tower passt nicht zu NENI. Trotzdem eröffneten die Molchos dort. Drei Jahre später war Schluss. Der Betrieb funktionierte zwar, die DNA der Marke fehlte. Für Molcho wurde daraus eine Lektion, die weitere Fehlentscheidungen verhindern sollte: öfter Nein sagen.
Haya Molcho: Mein größter Fehler
Frank Rosin: Mitarbeiter falsch geführt

Nicht jeder teure Fehler lässt sich in Euro beziffern. Frank Rosin bezeichnet rückblickend seinen Umgang mit Mitarbeitern in den ersten zehn Jahren als seinen größten Fehler. Jung, überfordert und unter Druck reagierte er mit Härte und Geschrei. Später erkannte er, dass gute Küche allein noch keinen guten Unternehmer macht.
Frank Rosin: Mein größter Fehler
Die Geschichten unterscheiden sich, die Lektion ist dieselbe: Erfolg schützt nicht vor Fehlentscheidungen. Entscheidend ist, sie rechtzeitig zu erkennen und daraus etwas zu machen.
Genau diese Learnings gibt es bei der Rolling Pin.Convention Germany aus erster Hand. Tim Mälzer, Jamie Oliver und zahlreiche weitere Größen der Branche sprechen über Erfolge, Rückschläge und Entscheidungen, die ihre Karriere geprägt haben.
Lerne von den Besten, bevor du ihre Fehler selbst machst: Sichere dir bis 15. September dein Early-Bird-Ticket für die Rolling Pin.Convention Germany am 28. und 29. September in Düsseldorf.


