Geschäftsführer verlässt Tiroler Luxusadresse nach nur wenigen Monaten
Kaum fünf Monate nach seinem Einstieg endet das Kapitel bereits wieder: Klaus Baumgartner verlässt die Hospiz Alm in St. Christoph am Arlberg. Wie Rolling Pin exklusiv erfahren hat, sollen unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Ausrichtung des Traditionsbetriebs eine Rolle bei der Trennung gespielt haben.

Kaum fünf Monate nach seinem Einstieg endet das Kapitel bereits wieder: Klaus Baumgartner verlässt die Hospiz Alm in St. Christoph am Arlberg. Wie Rolling Pin exklusiv erfahren hat, sollen unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Ausrichtung des Traditionsbetriebs eine Rolle bei der Trennung gespielt haben.

Vom Adlon über Spielberg und Tian zu Dallmayr
Für die Aufgabe hatte Baumgartner einen entsprechend breiten Lebenslauf im Gepäck. Der gebürtige Österreicher arbeitete unter anderem für Feinkost Käfer und das Hotel Adlon in Berlin, war beim Projekt Spielberg tätig und führte später unter anderem die Tian-Gesellschaften. Weitere Stationen führten ihn zum Stiegl-Gut Wildshut. Ab 2019 verantwortete er bei Dallmayr in München die Gesamtgastronomie und das Catering.
Dass sein Engagement in St. Christoph nun bereits nach wenigen Monaten endet, kommt entsprechend überraschend.
Baumgartner hatte die Führung in einer durchaus unruhigen Phase übernommen. Erst im Februar war sein Vorgänger nach einer internen Kontrolle mit sofortiger Wirkung seines Postens enthoben worden.
Eine Gastro-Ikone vor dem nächsten Kapitel
Adi Werner und seine Familie eröffneten die Hospiz Alm 1988 als Ergänzung zum Arlberg Hospiz Hotel. Aus der ursprünglichen Skihütte wurde über die Jahrzehnte eine der bekanntesten Gastro- und Weinadressen am Arlberg – nicht zuletzt wegen des legendären Weinkellers mit seiner Sammlung großformatiger Bordeaux-Flaschen.
2022 stieg die Soravia-Gruppe beim Hospiz am Arlberg ein und baute ihr Engagement seither deutlich aus. 2025 gab das Unternehmen bekannt, mehr als 97 Prozent am Arlberg Hospiz Hotel zu halten. Parallel laufen seit Jahren Pläne für eine umfassende Neupositionierung des Standorts.
Und genau hier dürfte es noch spannend werden. In Branchenkreisen wird hinter vorgehaltener Hand über eine deutlich größere Neuordnung am Standort gesprochen. Auch ein international renommierter Luxushotelbetreiber soll dabei als möglicher künftiger Partner im Gespräch sein. Mit Baumgartners überraschendem Abgang ist an einer der traditionsreichsten Adressen des Arlbergs schon wieder eine Schlüsselposition offen.