Barkeeper Battle: Mike van Bruggen & Birgit Glaser

Wir stellen Barkeeperinnen, Mixologen und Cocktail-Virtuosen brennende Fragen über die Barszene und die heißesten Drink-Trends.
September 10, 2026 | Fotos: Clara Maria Fickl, Hyatt Vienna

Barkeeper zu sein, bedeutet für dich …  

Mike van Bruggen: Bartender zu sein, ist für mich viel mehr als nur ein Beruf – es ist meine große Leidenschaft. Die größte Belohnung ist es wohl, zu sehen, wie unsere Gäste die Zeit und die Cocktails bei uns genießen. Außerdem schätze ich den Austausch mit anderen Barkeepern und Barkeeperinnen, um neue Ideen und Techniken kennenzulernen. Besonders wichtig ist mir auch die Teamarbeit in The Bank, denn gemeinsam entstehen die besten Drinks und Gästeerlebnisse.

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1 // Mike van Bruggen Der Niederländer ist nach Stationen in Barcelona, Neuseeland, USA heute Head of Mixology in The Bank Brasserie & Bar in Wien und im Vorstand der Vienna Bar Community. www.restaurant-thebank.at

Birgit Glaser: In erster Linie eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Gäste wahrgenommen und abgeholt fühlen – in jeglichem Sinn. Von der Begrüßung bis zum individuellen Drink für jeden Gast. Weiters darf ich mit besten Freunden gemeinsame Sache machen. Ich liebe die Kollegenschaft  aus dieser Bar­szene, wo man sich unterstützt und Austausch und Weiterbildung auf Augenhöhe stattfinden.

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2 // Birgit Glaser Innsbruckerin mit mega CV: Sozialjahr in Kolumbien, Schauspiel in NYC und Wien. Barkeeperausbildung. Heute ist sie Miteigentümerin der Miranda Bar und der Olinda Bar in Wien. www.mirandabar.com

Worauf verzichtest du beim Mixen von Cocktails im Sinne der Nachhaltigkeit?

Mike van Bruggen: Nachhaltigkeit beginnt für mich bereits bei der Planung und Kreation eines Cocktails oder Mocktails. Ich achte darauf, alle Zutaten möglichst vollständig zu verwerten, bedarfsgerecht einzukaufen und Lebensmittelverschwendung zu ­vermeiden. So wird nachhaltiges ­Arbeiten zum ganz selbstverständlichen Bestandteil unseres Baralltags.

Birgit Glaser: Ganz ehrlich: Die meisten Cocktails sind nicht wirklich nachhaltig. Wir mixen alle Klassiker, daraus ergibt sich eine Backbar mit weitgereisten Spirituosen. Für die saisonale Karte mixen wir mit regionalen  Zusatzprodukten. Einen Hype haben wir ausgelassen, den Pornstar Martini, den ich nur mit frischer Maracuja gut finde. Stattdessen kommt der „Hippster Royal“ mit Hagebutten-infusioniertem Rum extrem gut an.

Welcher Signature Cocktail oder Mocktail war in diesem Sommer bei dir der Renner? Warum?

Mike van Bruggen: Unser Bestseller war der Crystal – ein Twist auf die Paloma mit Tequila, Sarti, Grapefruit, Kaktusfeigentee und Grapefruit Bitters, fertig karbonisiert und mit Grape­fruit-Salzrand serviert. Seine frische, prickelnde Art machte ihn zum perfekten Sommerdrink und zum Favoriten unserer Gäste.

Birgit Glaser: Der Durst unserer Gäste ist unergründlich und das ist gut so! Alle drei Monate gibt es fünf neue Miranda-Specials. Da diskutieren wir wild über Kante und Balance. Wir wollen den Wow-Effekt bei unseren Gästen, egal ob experimentierfreudig oder auf der Suche nach Sicherheit.

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