Der Junge Wilde 2017: Was macht Stefan Glantschnig heute?

Vom Küchenchef am Wilden Kaiser über die Drei-Sterne-Küche von Jan Hartwig bis zum eigenen Michelin-Stern am Weißensee: Stefan Glantschnig hat seit seinem Junge-Wilde-Sieg 2017 ordentlich nachgelegt.
August 25, 2026 | Text: Redaktion

2017 holte sich Stefan Glantschnig als 27-jähriger Küchenchef des Waldhof Resorts den Titel Junger Wilder. Neun Jahre später ist der gebürtige Kärntner längst selbst Gastgeber, führt den Neusacherhof am Weißensee und hat sich mit dem Fine-Dining-Restaurant Rouge Noir einen Michelin-Stern erkocht.

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Über 2400 Nachwuchsköche hatten sich 2017 für den Wettbewerb beworben. Glantschnig kämpfte sich bis ins Finale auf Karlheinz Hausers Süllberg und setzte sich dort gegen Michael Just und Sebastian Leyer durch. Er holte den Sieg und damit neben dem Titel auch eine Coverstory in Rolling Pin sowie eine Stage bei Alex Atala im D.O.M. in Brasilien.

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Schon damals zeigte sein Menü, wohin die Reise gehen sollte. Knurrhahn traf auf Quitte, Sesam und Ingwer, Rinderhüfte auf Kerbelwurzel und fermentierten Pfeffer, zum Abschluss kombinierte Glantschnig Mozzarella, Rote Bete und Schokolade. Eine Küche, die nicht gerade auf Nummer sicher spielte.

Nach seinem Sieg zog es Glantschnig weiter in die Spitzengastronomie. Unter anderem arbeitete er mehrere Jahre als Souschef im Atelier des Bayerischen Hofs in München an der Seite von Jan Hartwig. Danach führte ihn sein Weg zurück nach Kärnten. 2022 übernahm er den Neusacherhof direkt am Weißensee.

Der nächste Schritt: ein eigener Stern

2024 machte Glantschnig eine klare Ansage. Als die Rückkehr des Guide Michelin nach Österreich feststand, erklärte er gegenüber Rolling Pin: „Wir sind auf Sternejagd!“

Für dieses Ziel trennte er Wirtshaus und Gourmetküche voneinander. In der rot getäfelten ehemaligen Bibliothek des Neusacherhofs eröffnete er den Chef’s Table Rouge Noir: ein schwarzer Tisch, maximal acht Gäste und zwölf Gänge. 2025 folgte die Antwort des Guide Michelin – ein Stern für das Rouge Noir.

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Rouge Noir. Foto: Dreams+Happen

Mit dem Michelin-Stern war die Entwicklung für Glantschnig noch nicht abgeschlossen. 2026 rückte er den Weißensee noch stärker ins Zentrum seiner Küche. Sein aktuelles Menü „Die OdysSEE“ setzt beim Fisch konsequent auf den See vor der Haustür. Rotfeder, Reinanke, Seeforelle, Hecht oder Saibling treffen auf Produkte und Aromen aus aller Welt.

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Stefan Glantschnig beim Fischen. Foto: Dreams+Happen

Wenn Wetter und Bedingungen mitspielen, beginnt der Abend sogar dort, wo die Hauptdarsteller des Menüs herkommen: Glantschnig rudert mit seinen Gästen auf den Weißensee hinaus und serviert die ersten Happen im Boot. Anschließend geht es zurück an den Chef’s Table.

Neun Jahre nach seinem Sieg bei den Jungen Wilden hat Glantschnig am Weißensee längst seinen eigenen Weg gefunden – mit einem Michelin-Stern, einem klaren kulinarischen Konzept und noch reichlich Ambition.

 

 
 
 
 
 
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